Japanische Autos gelten als zuverlässig und schneiden in den Pannenstatistiken meist gut ab. Rückrufe wie der von Toyota können dennoch immer wieder vorkommen.
Ein Problem am Querlenker zwingt den japanischen Hersteller aktuell dazu, Wagen aus seiner Nutzfahrzeug-Reihe Proace in die Werkstätten zu beordern. Wie auto motor sport berichtet, kann es zu Rost an den vorderen Querlenker-Buchsen kommen – und damit zum Bruch der Befestigungsschrauben.
Tritt dieser Schaden ein, kann sich das Fahrverhalten des Transporters verändern und die Lenkbarkeit beeinträchtigt sein. Personen- oder Sachschäden sollen aufgrund des Fehlers aber bislang nicht aufgetreten sein.
Der Rückruf betrifft die Nutzfahrzeug-Reihe Proace, aber auch die Pkw-Variante Proace Verso. In Deutschland müssen 27.496 Fahrzeuge in die Werkstatt, die zwischen dem 3. März 2016 und dem 8. Juli 2022 vom Band liefen.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt den Rückruf unter der Referenznummer 15442R, wer einen Proace besitzt, kann sich aber auch per Rückrufdatenbank des KBA über die Maßnahme informieren. Toyota selbst listet den Vorgang unter dem Code CI25-016.
Autorisierte Werkstätten tauschen die Querlenkerschrauben und -buchsen aus, für die Reparatur ist eine Stunde vorgesehen. Mehr Informationen bekommen Halter der betroffenen Fahrzeuge über die Rückrufseite von Toyota.
Nicht nur Autos werden zurückgerufen, auch andere Branchen sind immer wieder betroffen. Was in solch einem Fall zu tun ist, verrät unser Video.
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Erst Anfang Oktober musste der japanische Hersteller 63.000 Einheiten verschiedener Modelle zurückrufen. Der Grund: Ein Fehler in der Bord-Elektronik konnte die Funktion des Displays beeinträchtigen.
Dass Toyota nach den Rückrufen von Peugeot und Citroën auch den Proace in die Werkstätten holen muss, hat einen guten Grund. Denn denselben Fehler haben auch schon Traveller, Expert, Jumpy und der Spacetourer aufgewiesen – die baugleich mit Toyotas Proace sind. Der japanische Autobauer unterhält eine Kooperation mit der Stellantis-Gruppe.