Autos sind teuer, doch nicht immer kostet dasselbe Modell zur gleichen Zeit auch gleich viel. Zwischen Sommerflaute, Modellwechsel und Jahresendgeschäft schwanken die Preise teils deutlich. Wer den Markt beobachtet und den richtigen Moment erwischt, kann mehrere Tausend Euro sparen.
Die letzten Monate des Jahres gelten als besonders günstiger Zeitpunkt für den Neuwagenkauf. Im Hintergrund laufen die typischen Abläufe der Branche: Händler wollen ihre Verkaufsziele erreichen, Hersteller räumen Lagerflächen für neue Modelle, interne Prämien hängen oft von Verkaufszahlen ab. Laut einem Ratgeber von Verivox zeigen sich viele Autohäuser im Winter besonders verhandlungsbereit. Auch das Quartalsende, also März, Juni oder September, kann interessant sein.
Sogar der Wochentag kann Einfluss haben. An Montagen und Dienstagen ist weniger Betrieb in den Autohäusern. Dadurch entstehen ruhigere Gespräche und bessere Voraussetzungen für Preisverhandlungen.
Während viele im Sommer in den Urlaub fahren, bleiben Gebrauchtwagen für einen Moment liegen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Nachfrage geht zurück, die Verkaufszahlen ebenso. PKW.de berichtet, dass in den Monaten Juni bis August die Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt oft stagnieren oder leicht nachgeben.
Insbesondere kleinere Händler nutzen diese Zeit, um ihre Bestände zu reduzieren. Für Käufer bedeutet das: weniger Wettbewerb und mehr Spielraum bei der Preisverhandlung. Sobald der Herbst beginnt und das Wetter unbeständiger wird, zieht die Nachfrage wieder an, vor allem bei Fahrzeugen mit Allrad oder hohem Nutzwert im Winter.
Cabriofahrer denken selten an ihr nächstes Auto, wenn draußen Minusgrade herrschen. Genau das macht den Winter zur besten Zeit, um sich ein offenes Fahrzeug zu sichern. Wer auf die Hochsaison im Frühling verzichtet und stattdessen im Januar kauft, zahlt im Schnitt deutlich weniger, so Verivox. Auch sportliche Modelle, die für trockene Straßen gebaut wurden, landen in dieser Zeit immer wieder mit attraktiven Preisen auf dem Markt.
Die meisten Autohersteller planen neue Modellvorstellungen rund um den Herbst. Große Messen wie die IAA markieren die Bühne für neue Designs, Antriebe oder Assistenzsysteme. Im Hintergrund läuft währenddessen der Abverkauf der bisherigen Baureihen.
Laut EuroCOC ist das eine typische Zeit, in der Rabatte auf sogenannte Auslaufmodelle steigen. Händler wollen Platz schaffen und setzen auf Schnelligkeit, um Vorführwagen oder Lagerfahrzeuge vor Eintreffen der Neuheiten zu verkaufen. Wer mit leichten Kompromissen bei Ausstattung oder Farbe leben kann, profitiert hier oft von fünfstelligen Preisnachlässen.Paul Schütte, Redaktion finanzen.net
2026-04-07T01:33:26Z