Der 2017 vorgestellte, eigentlich für 2020 angekündigte neue Tesla Roadster verzögert sich weiter. Die Präsentation des aktuellen Stands wurde von CEO Elon Musk nun auf April kommenden Jahres verschoben. Die Vorstellung des Nachfolgers von Teslas erstem Elektroauto soll aber weiter etwas ganz Besonderes werden.
"Die Produktvorstellung des Roadster 2, der sich deutlich von dem unterscheiden wird, was wir bisher gezeigt haben, findet am 1. April nächsten Jahres statt. Ich kann das noch leugnen, weil ich sagen kann, dass ich nur Spaß gemacht habe. Aber wir streben tatsächlich vorläufig den 1. April an, für das, was meiner Meinung nach die aufregendste Produktvorführung sein wird, egal ob sie funktioniert oder nicht", so Musk bei der jüngsten Aktionärsversammlung des Elektroautobauers.
Die Produktion soll laut dem CEO "wahrscheinlich etwa 12 bis 18 Monate" nach der Präsentation starten. Mehr wollte Musk noch nicht preisgeben. "Nun, ich kann keine Geheimnisse verraten, aber Sie werden nicht enttäuscht sein", sagte er. Musk merkte noch an, dass alle Kunden von Reservierungen der "Founders' Series", die das Fahrzeug für 250.000 Dollar vorbestellt haben, zu der Präsentation eingeladen würden.
Früheren Aussagen zufolge wird der nächste Roadster drei E-Motoren haben und über 400 km/h schnell fahren können. Die Energie könnte ein großes 200-kWh-Batteriepaket für 1.000 Kilometer pro Ladung bereitstellen. Es wird wohl mehrere Versionen des neuen Roadster geben. Am mächtigsten soll das Super-Elektroauto mit Schubdüsen des von Musk gegründeten Raumfahrtkonzerns SpaceX sein. Zunächst hatte er eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden angekündigt, inzwischen visiert er sogar eine Zeit von unter einer Sekunde an.
Laut einem in diesem Jahr bekannt gewordenen Patent arbeitet Tesla an einem innovativen Aerodynamiksystem, das nicht nur auf Spoiler und Diffusoren setzt. So sollen vier mit verstellbaren Flügeln ausgerüstete Ventilatoren und ausfahrbare Schürzen den neuen Roadster an den Asphalt saugen. Durch Unterdruck soll maximale Traktion erreicht werden – vom Stand weg bis in höchste Geschwindigkeiten. Dadurch würden sich nicht nur Beschleunigung und Bremsverhalten verbessern, sondern auch die Stabilität in Kurven.
Der neue Roadster stecke „voller verrückter Technologien“, so Musk kürzlich in einem Podcast. Wenn man alle James-Bond-Autos zusammennehmen würde, wäre das Ergebnis noch verrückter.
2025-11-07T08:04:19Z